Arras

Die Stadt mit heute gut 40.000 Einwohnern liegt in der historischen Provinz Artois nahe dem Zusammenfluss der Flüsse Scarpe und Crinchon, etwa 50 Kilometer südwestlich von Lille.

Wirtschaftlich lebte die Stadt lange vom Handel. Große Bedeutung errang die Stadt als eines der Hauptzentren der südniederländischen Tapisserie-Herstellung. Außerdem war es ein wichtiges Zentrum für den Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrüben. Die Stadt verfügt über vom Festungsarchitekten Vauban erbaute Wehranlagen.

Während des Ersten Weltkriegs lag Arras nahe der Front. Von Herbst 1914 bis 1918 fanden im Gebiet der nördlichen Vororte mehrere große Schlachten statt, wobei die Alliierten Arras gegen die Angriffen der Deutschen verteidigen konnten. Dies nicht zuletzt dank eines gigantischen, unterhalb der Stadt angelegten Tunnelsystems, in dem bis zu 24.000 Soldaten untergebracht werden konnten. Die Stadt wurde schon in den ersten beiden Kriegsjahren fast völlig zerstört, nach dem Krieg aber in historischer Form wieder aufgebaut.

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von Juni 1940 bis Ende August 1944 von deutschen Truppen besetzt. 240 Franzosen wurden von den Besatzern als Mitglieder der Résistance in der Zitadelle von Arras hingerichtet.

Vermutlich mitte der 1920er. Die Rue Gambetta; vorn an der Ecke ein Peugeot – vermutlich ein Typ 163
Ende 1940er, frühe 1950er. Vor dem Rathaus steht ein Peugeot 202
Hier ein coloriertes Bild aus den späten 1950ern. Der Place des Heros, dahinter das Rathaus. Der erste parkende Wagen ist ein Peugeot 202
Hier ein coloriertes Bild aus den späten 1950ern. Der Place des Heros, dahinter das Rathaus. Der erste parkende Wagen ist ein Peugeot 202.