Peugeot BP 1 “Bebe” von Jaques-Henri Lartigue

Der 1894 geborene Jacques-Henri Lartigue war ein französischer Fotograf und Maler. Seine Fotos zeichnen sich durch große Lebendigkeit aus. Lartigue zählt zu den Ersten, die Momentaufnahmen realisierten. Seine große Faszination galt dem Automobil und hier insbesondere dem Rennsport. Beim Grandprix des ACF gelang dem 18-jährigen Lartigue im Jahr 1912 ein Foto, das inzwischen als Metapher für das Tempo des technischen Zeitalters steht.

Beim Grandprix des ACF gelang dem 18-jährigen Lartigue im Jahr 1912 ein Foto, das inzwischen als Metapher für das Tempo des technischen Zeitalters steht.
Quelle: Stiftung Lartigue

Ganz offensichtlich zog der Amateurfotograf Lartigue die Kamera mit, als der Rennwagen vorbeischoss. Er schenkte dem Bild lange Zeit keine Beachtung, bis er 1963 den Direktor des Moma, John Starkowski, kennenlernte. Bei einer spontanen Ausstellung wurde das Foto zum ersten Mal veröffentlicht. Außerdem erschien es im Life-Magazin, in derselben Ausgabe, in dem über das Kennedy-Attentat berichtet wurde.

Auf dem unten gezeigten Foto ist Lartigue selbst am Steuer seines Peugeot Bebe (rechts) zu sehen. Es wird um seinen 20. Geburtstag herum im Sommer 1914 im Bois de Boulogne aufgenommen worden sein und stammt aus dem Buch „Lartigue et les autos de course“ (bzw. im Deutschen „Im Rausch der Geschwindigkeit“).  

Beim linken Wagen handelt es sich um einen ein Schweizer Pic-Pic, rechts daneben ein Bebe

Beim linken Wagen handelt es sich um einen ein Schweizer Pic-Pic, besetzt von Jacques Dupuis mit Mutter und Großmutter.

Im Bebe neben Lartigue Mademoiselle Janine. Ich zitiere ihn: Jedes Mädchen wird immer freundlicher zu mir – hat vielleicht mein kleines Auto Bebe Peugeot etwas damit zu tun…?”

(Noch) Glückliche Zeiten – und vielleicht ein Grund, sich einen Bebe anzuschaffen…

Beachten Sie auch die fehlenden Scheinwerfer an beiden Autos …