Typ 202

Emblem Peugeot 202

Speziell war der Peugeot 202 weder wegen seiner Technik noch seiner grundsätzlichen Architektur. Einzigartig bei einem Kleinwagen waren aber die hinter dem Kühlergrill verborgenen Lampen, die ihm einen hohen Wiedererkennungsgrad und die Illusion der direkten Verwandtschaft mit den Stromlinienlimousinen der Baureihe 402 verschafften.

Im April 1938 lancierte Peugeot einen modernen Nachfolger für das Modell 201. Ausgelegt auf vier Personen und etwas Gepäck, sollte der Wagen vor allem durch Sparsamkeit und mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten  überzeugen.


Peugeot Typ 202 Cabrio
Technisch ging Peugeot mit dem 202 keine Wagnisse ein. Ein Kastenrahmenchassis mit einem Radstand von 2,45 Metern bildet die Basis für die Ganzstahlkarosserie. Ein Vierzylindermotor mit dreifach gelagerter Kurbelwelle und obengesteuerten Ventilen produzierte 30 PS aus 1.133 ccm Hubraum. Die Leistung wird über ein Dreiganggetriebe an die Hinterräder übertragen. Vorne sind die Räder einzeln aufgehängt, hinten hängen sie an einer Starrachse.

Rund 7 bis 8,5 Liter Benzin verbraucht der 202 gemäß Herstellerangabe auf 100 km; die Höchstgeschwindigkeit des rund 800 kg schweren Fahrzeugs liegt bei etwa 100 km/h.

Während der Bauzeit – der 202 ging als letzte Vorkriegskonstruktion erst 1949 aus dem Programm – wurden immer wieder Verbesserungen eingeführt. Eine der wichtigsten war wohl der Ersatz der Seilzugbremsen durch hydraulisch betätigte Trommelbremsen ab dem Modelljahr 1946. Die damit ausgestatteten Autos erkennt man an der Bezeichnung “BH” bei Berlines und Cabrios bzw. “UH” bei den Nutzfahrzeugen.

Peugeot 202 UH