Ain

Das Département Ain liegt zwischen den Städten Genf und Lyon und ist von den Départements Jura, Saône-et-Loire, Rhône, Isère, Savoie und Haute-Savoie umgeben. Südlich grenzt es an die Metropole Lyon, nordöstlich an die Schweizer Kantone Genf und Waadt. Sitz der Präfekture ist die Stadt Bourg en Bresse.

Ain ist ein Département der geographischen Kontraste: Im Nordwesten erstreckt sich die Bresse, eine leicht nach Nordosten ansteigende und von der Saône begrenzte Ebene, im Südwesten die Teich- und Seenlandschaft Dombes, die von über tausend Weihern bedeckt wird. Im Osten erheben sich die Berge des südlichen Jura brüsk über die bressanische Ebene und bilden den Bugey. In den Tälern der Bergketten des Jura verlaufen die vielbefahrenen Transportachsen nach Italien oder in die Schweiz. Die Gegend um Gex wird durch die letzte östliche Bergkette des Jura vom Rest des Départements getrennt. Sie erstreckt sich bis zum Genfersee und gehört geographisch zu dessen Becken. Die Saône stellt die westliche Grenze des Départements dar.

Die große Entfernung von der Front in Nordfrankreich verschonte das Département von den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs, aufgrund der Einberufung eines Großteils der männlichen Bevölkerung konnte jedoch die Mehrzahl der Weinberge nicht mehr kultiviert werden und verschwandt.

Der Zweite Weltkrieg traf das Département Ain mit voller Wucht. Während der deutschen Besetzung Frankreichs war es von der für Menschen und Waren nur mit Genehmigung passierbaren Demarkationslinie zwischen der besetzten und der bis November 1942 unbesetzten Zone durchtrennt. Die seit Juni 1940 besetzten Bereiche um die Stadt Gex waren zudem Teil der „Reservierten Zone“, einem für deutsche Besiedelung vorgesehenen Gebiet. Bei den Franzosen galt das Gebiet als „verbotene Zone“, da sie nur unter erheblichen Schwierigkeiten dorthin gelangen konnten.

Historische Bilder gibt es leider nur sehr wenige. Bisher ist lediglich eines aus der Gemeinde Chanay in unserer Sammlung vorhanden.

Mitte der 1920er Jahre. Für das Foto haben sich Einwohner im Sonntagsstaat um den Peugeot 172 Quadrilette versammelt.
Mitte der 1920er Jahre. Für das Foto haben sich Einwohner im Sonntagsstaat um den Peugeot 172 Quadrilette versammelt.
Wenn die Notizen auf der Rückseite dieses Bildes nicht trügen, gab es im Winter 1932 am Col de la Faucilles 2,30 Meter Schnee. Mme. Yvonne Daloz hat es mit ihrem Peugeot 301 trotzdem bis zur Passhöhe auf 1.323 Meter zwischen Gex und Mijoux geschafft.
In den 1950ern sah es am Grenzübergang des Col de la Faucille schon ganz anders aus. Der Wagen rechts mittig mit Dachlast ist ein Peugeot 402