Coppa Florio 1909 – Doppelsieg für Lion Peugeot

Der Erfolg der Fahrzeuge der von Armand Peugeot gegründeten Firma Peugeot überzeugte 1905 seinen Bruder Eugène, sich auch im Automobilbau zu engagieren. Er gründete seine eigene Firma und begann mit der Produktion von Voituretten  unter dem Markennamen „Lion Peugeot“.

1908 beschlossen die Neffen und Nichten von der inzwischen verstorbenen Brüder Peugeot das Geschäft gemeinsam weiterzuführen. Nach zweijährigen Verhandlungen fusionierten 1910 die beiden Unternehmen Lion und Peugeot, die Marke Lion Peugeot wurde bis 1915 weiter produziert.

1909 erlebte der Löwe seine Sternstunde, als er bei der renommierten Coppa Florio (der Sonderklasse für Voiturette innerhalb der weitergefassten Targa Florio) in Sizilien, zwei Wagen auf Platz eins und zwei fuhren.

Der Sieger der Coppa Florio 1909: Jules Goux
Der Sieger Jules Goux

Die Namensgeber der Targa Florio, die Familie Florio, etablierte das Kraftfahrzeug schon in den Jahren von der Jahrhundertwende auf Sizilien und arbeitete eng mit den Peugeot-Firmen zusammen.
So setzte Peugeot in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg seine besten Fahrer wie Georges Boillot und Jules Goux bei den Rennen auf den staubigen Straßen Siziliens ein.

Giuseppe Guipone auf der "Madonie"
Giuseppe Guipone auf der “Madonie”

Die neue Sonderklasse des „Coppa Florio“ ist für Fahrzeuge mit einer Motorbohrung bis 100 mm und einem Gewicht von 500 kg oder mit einer Bohrung bis 80 mm und einem Gewicht von 600 kg reserviert. Sie wurde auf derselben Rennstrecke der Madonie (ca. 149 km) zweimal statt dreimal wie die Targa gefahren.

Nach zweimaliger Teilnahme und dadurch ausreichender Kenntnis trachtete Lion Peugeot im Jahr 1909 nach dem Sieg des sizilianischen Rennens.

Tatsächlich wurden die Planungen übertroffen und es gelang ein Doppelsieg:
Erster wurde Jules Goux, den zweiten Platz errang Giuseppe Giuppone.

Lion Peugeot bei der Cappa Florio in Sizilien, 1909

Quelle: Club Storico Peugeot Italiana