Von 1810 – 1886 beschäftigte sich die Fa. PEUGEOT mit Metallbearbeitung aller Art – vom Bau von Metallwerkzeugen über Kaffee- und Gewürzmühlen bis hin zur Mode, wofür z.B. Nähmaschinen, aber auch Metallunterbauten für die damals modischen Krinolinenröcke gefertigt wurden.
Was aber nur wenige wissen: Die heutige PEUGEOT-Automobilproduktion hatte als direkten Vorläufer die Herstellung von Fahrrädern. Der 1849 geboren Armand Peugeot – späterer Begründer der Produktion von Motorfahrzeugen – war Anfang der 1880er Jahre zu Studienzwecken in England, wo er das damals neue Fortbewegungsmittel „Fahrrad“ das größeren Teilen der Bevölkerung ermöglichte, sich weiter als nur wenige Kilometer vom Wohnort zu entfernen, kennenlernte. Zurück in Frankreich begann er mit der Entwicklung, was
zunächst zu einem Hochrad namens „Grand-Bi“ führte.
Ab 1886 begann die Serienproduktion von Fahrrädern mit gleichgroßen Rädern und Kettenantrieb.
Als Markenname wurde in Anlehnung an das Firmensymbol die Bezeichnung Lion (deutsch Löwe) gewählt. Schon 1890 lieferte die Fahrradfabrik von PEUGEOT in ganz Frankreich 8.000 Fahrräder pro Jahr aus, 1900 sind es bereits 20.000 Stück.
Armand Peugeot will jedoch mit der Zeit gehen und motorisierte Fahrzeuge bauen, was er 1889 mit dem „Typ 1„ beginnt. Im Jahr 1891 kommt es zum Bruch mit seinem Cousin Eugène Peugeot, welcher der Erfindung des Automobils wenig abgewinnen kann. Dieser setzt unter dem bisherigen Firmennamen „Peugeot Freres“ die Produktion von Werkzeugen, Haushaltsgegenständen und Zweirädern fort. Armand Peugeot setzt hingegen ganz auf die Zukunft des Automobils und gründet 1896 die „Societe des Automobiles Peugeot“ mit Werken in Audincourt und Lille. Der 1849 geboren Firmengründer beherrschte die Firma rund 20 Jahre lang von 1899 – 1912. Er legte die Grundsteine des Erfolgs durch die Zusammenarbeit mit Emilie Levassor und Gottlieb Daimler sowie einige Jahre später auch mit Ettore Bugatti. Die weitere Geschichte, die über PSA bis
hin zum heutigen Stellantis-Konzern führt ist bekannt.
Diese Jubiläum haben wir auch als Motto für unseren diesjährigen Stand auf der Messe „Klassikwelt Bodensee vom 12. – 14.6.2026 gewählt.
