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Peugeot Coupe Cabriolet Metallique - genannt "Eclipse" - wie es dazu kam

Erfindung bzw. erste Entwürfe der Karosserieform mit versenkbarem Metalldach durch den Pariser Zahntechniker Paulin um 1932/33.

Der berühmte Pariser PEUGEOT-Händler Emile Darl´Mat (das Unternehmen existiert noch heute als PEUGEOT-Vertragspartner) baut nach Anleitung von Monsieur Paulin auf einem neuen Chassis des Modells PEUGEOT 301 eine Karosserie mit der neuen Dachkonstruktion. Der Wagen wird am Rande des Pariser Automobilsalons 1933 von Darl´Mat ausgestellt.

PEUGEOT wird auf die Konstruktion aufmerksam und lässt  schließlich eine kleine Serie der Modelle 401 (80 Exemplare) und 601 (20 Exemplare) bei Portout bauen.




Dort entstehen auch 80 Exemplare des Nachfolger auf Basis des Peugeot 402 als zweisitziges Coupe-Cabriolet (Typ E4). Die Dachkonstruktion wird bei allen Portout-Eclipse-Karosserien elektrisch betätigt !!!

Da die Batterietechnik noch nicht ausgereift genug ist, entwickelt Peugeot gegen den Wiederstand von George Paulin in den werkseigenen Karosseriebetrieben in La Garenne-Colombe bei Paris ein eigenes Modell als 4/5-Sitzer mit rein mechanischem Dachantrieb.

Von 5 verschiedenen Versionen entstehen von Mitte 1936 bis  Ende 138 insgesamt genau 500 Exemplare, die tlw. auch mit elektromechanischem Cotalgetriebe ausgerüstet waren.

Die Eclipse waren Fahrzeuge der vermögenden Avantgarde die - umgerechnet auf heutige Währung - etwa 150.000 € kosteten.

Einer der beiden noch in Frankreich befindlichen E4 wurde von Josephine Baker gefahren, bei einem der Viersitzer war Albert Camus Erstbesitzer. Ein 601 mit Ponton-Spezialkarosserie gehörte dem Schriftsteller Marcel Pagnol. Dieser Waghen wurde im Film „Le Schpuntz" mit dem Komiker Fernandel eingesetzt.