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Die erste Langstreckenfahrt 1891 - Peugeot Typ 3 !!!

Um die Robustheit der Fahrzeuge der Fa. Peugeot zu beweisen, ließ Armand Peugeot bereits im ersten Jahr nach Beginn der Produktion ein Quadricycle "Vis a Vis" des Typ "A" (später "Typ 3" genannt) bei einem von der Zeitschrift "Le Petit Journal" organisierten Langstrecken-Fahrradrennen mitfahren.

Das Auto wog voll ausgestattet mit 35 Litern Benzin, Wasser, den Fahrern sowie Gepäck etwa 550 Kilogramm.

Das Rennen fand vom 6. - 9. September 1891 statt, die Strecke verlief von Paris nach Brest und wieder zurück über rund 1.200 Kilometer. 

Die Besatzung des Vis a Vis - Fahrer Louis Rigoulot und Mechaniker Auguste Doriot - starteten  von Valentigny im Departement Doubs aus zunächst nach Paris, um von dort aus am Rennen nach Brest und zurück teilzunehmen. Insgesamt mußte das mit einem in Lizenz gefertigten 2-Zylinder-V-Verbrennungsmotor der Fa. Daimler mit einem Hubraum von 565 ccm und ca. 2,5 PS Leistung ausgestattete Fahrzeug eine Strecke von rund 2.050 Kilometern zurücklegen.

Am Rennen nahmen 206 Radfahrer teil; Gewinner war Charles Terronet mit einem knapp 22 Kilo schweren Fahrrad. Er brauchte 71 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,9 Kilometer entsprach. Zweiter wurde Jiel Laval, der 8 Stunden mehr benötigte.

Der Peugeot Vis a Vis überquerte nach knapp 82 Stunden mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 14,7 Km/H die Ziellinie, was damals eine große Sensation war, da niemand damit gerechnet hatte, das der Wagen ankommen würde. 

Erstmals hatte ein motorgetriebenes Fahrzeug bewiesen, daß es auch über lange Distanzen zuverlässig gefahren werden konnte.