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"Lacus Potamicus" – Rallye für Vorkriegsfahrzeuge vom 20 bis 22. September 2012

Die Oldtimer-Vergleichsfahrt „LACUS POTAMICUS" ist eine Veranstaltung für Fahrzeuge und Motorräder/Gespanne bis Baujahr 1947. Als Baujahr-Obergrenze wurde 1947 gewählt, da bis zu diesem Zeitpunkt noch einige Vorkriegskarossen hergstellt worden sind. 

Der „Vergleich der Vorkriegsklassiker" ist als gemeinsame Ausfahrt Gleichgesinnter mit Automobilen im Stil der Vorkriegszeit zu sehen.

Wertungsprüfungen z.B. in Form von Schnitt-Fahren, Rollprüfungen, Geschicklichkeitsübungen u.a. dienen zur Auflockerung und sind unter dem Gesichtspunkt humoristisch und oldtimergesellschaftlich wertvoll zu sehen. Die Erkundung des Bodensee-Gebietes und die Freude am gemeinsamen Hobby stehen im Vordergrund.

Unser Mitglied Firmin van den Bergh aus Belgien nahm an der ersten Lacus Potamicus teil. Hier sein Bericht:

Bevor wir zum "Internationalen Peugeot-Oldtimertreffen" in Lahnstein bei Koblenz im Mai diesen Jahres fuhren, nahmen wir an den "Classic Days Schwarzwald" in Kirchzarten bei Freiburg teil

Dort lernten wir Familie Danner kennen, die einen Mercedes Benz Baujahr 1936 (Cabrio A, 2,3 l, 55 PS, 6 Zylinder) fährt, der sehr wahrscheinlich das einzige noch erhaltene Cabrio A der Baureihe W 143 ist. Die Oldtimer-Liebhaber haben uns auf eine Ausfahrt in der Bodenseeregion im September, an der ausschließlich Vorkriegswagen teilnehmen können, aufmerksam gemacht - die 1. Rallye "Lacus Potamicus".

Wir haben uns dann entschlossen, mit unserem Peugeot 402 teilnehmen.

Am Dienstag, 18.9, sind wir früh in Aalst losgefahren, um die Staus auf dem Brüsseler Ring zu vermeiden. Weiter ging es Richtung Luxemburg, Metz, Nancy, Colmar ... über den Col du Bonhomme. Dort übernachteten wir in einem kleinen Dorf gleichen Namens mit 850 Einwohnern. Am Mittwoch fuhren wir über Colmar und Freiburg nach Bodman-Ludwigshafen am

Bodensee, wo wir von Familie Danner, die auch schon da war, begrüßt wurden.

Am Donnerstag morgen absolvierten wir die Anmeldeprozedur mit technischer Abnahme, Vorlage der Dokumente usw. Im Anschluß wurden wir vom Veranstalter mit einem kräftigen Frühstück begrüßt.

An der Rally nahmen 38 schöne Vorkriegswagen, gebaut von 1903 bis 1947, teil. Hier ein Ausschnitt aus der Liste des sehr bunten Feldes, nach Baujahr sortiert:

Coterou 1903, McLaughlin 1916,

De Dion Bouton Tourer 1921, Amilcar 1923, Austin Twenty Tourer Sporting 1925, Rolls Royce 1927, Bugatti Type 44 Grand Sport 1929

Wanderer 1930, Ford 1931, Delage D8S Tourer 1931, Buick Doktor Coupe 1931, BMW 1932, MG Magna F1 1932, Invicta 4,5 S Open Tourer 1932, Rolls Royce Phantom 1933, Fiat 1934, Riley Nine Spezial 1934. Riley Specila 1934, Wolseley Hornet Special 1934, Bentley 3,5 Liter 1935, BMW 315 Typ 1935, Merdedes Benz 500 K 1935, Peugeot 402 1936, Mercedes Benz W143 Cabriolet A 1936, Lagonda LG45 TT Sportstourer 1936, MG TA Racing 1937, Alvis 12/70 20 Speed 1938, MG SA Saloon 1937, Steyr 50 Spezial 1937, Wright 1938, Riley Kestrel 1938, BMW 327/328 1939

Harley Davidson UL 1941, Lincoln Continental 1947, Triumph Roadster TR 18 1948

Um 13 Uhr ist Start zur nachmittäglichen Ausfahrt mit 85 Kilometern; das Roadbook war sehr detailliert. Unterwegs gab es verschiedene Aufgaben für die Fahrer und Beifahrer zu lösen. Die Strecke führte über Wahlwies, Markelfingen, Fischerweihermoor, Rohnhausen, Freudental, Langenrain und Güttingen nach Bodman, wo wir auf Schloss Bodman von Baron Bodman begrüßt wurden. Dort konnten wir den im eigenen Weinberg produzierten edlen Tropfen der Domain Bodmann verkosten. Im Anschluß ging es zurück nach Ludwigshafen.

Ab 19,30 gab es eine dreistündige Schiffsfahrt auf dem Bodensee, wo wir das Abendessen als Buffet, begleitet von Musik, genießen und den ereignisreichen Tag ausklingen lassen konnten.

Am Freitagmorgen um 9.30 Uhr ging es wieder los: Abfahrt von Ludwigshafen nach Überlingen, Uhldingen, Salem, Krumbach und Heiligenberg, wo im "Schloss Heiligenberg" die Mittagspause war und wir gut essen konnten. Auch hatten wir Gelegenheit, das Schloss zu besichtigen und die schöne Landschaft zu geniessen. Von dort ging es über Kleinschönach nach Messkirch, wo im Schloß die Kaffeepause anstand und die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, das regionale, von einem Verein betriebene Fahrzeug-Museum mit Autos, Motor- und Fahrrädern zu besuchen.

Von Messkirch aus ging die Strecke über Boll, Deutwangen und Benndorf zurück nach Ludwigshafen. Unterwegs gab es mehrere amüsante Wertungsprüfungen, bevor wir die 170 Kilometer lange Strecke des Tages absolviert hatten.

Am Abend wurde im Ludwigshafener Zollhaus das Galadiner serviert und es wurde spät, bis wir ins Bett kamen.

Am Samstag wurde um 10.00 Uhr zur 95 km-Tour gestartet. Die Wagenkolonne fuhr vorbei an den Dörfern Stockach, Zizenhausen, Orzingen nach Langenstein, wo das Mittagessen im Schloss serviert wurde und wir das Fasnachtsmuseum mit über 300 von historischen Masken der alemannischen Fasnacht besichtigen konnten. Von hier ging es über Volkertshausen, Wiechs, Radolfzell und Wahlwies zum Ausgangspunkt Ludwigshafen zurück, wo die Ausfahrt im Zollhaus "Lacus Potamicus" mit Kaffee und Kuchen und der Preisübergabe.endete.

Die nächste Lacus Potamicus?? Wir werden da sein!

Ein herzliches Dankeschön und herzlichen Glückwunsch an Steffi und Christoph Karle, Freiherr von Bodman, Johannes Herr, Matthias Weckbach, Caroline Kusch und alles anderen fleissigen Helfer und Helfereinnen, die die Ausfahrt zu einem Erlebnis gemacht haben.

Am Sonntag sind wir zurückgefahren und träumen jetzt von der nächsten "Lacus Potamicus".

Livarda und Firmin und Van den Bergh

Aalst, Belgien am 03.10.2012.

... und zum Abschluß noch einen Bericht aus dem Südkurier dazu.