Peugeot Oldtimer Club - www.vorkriegs-peugeot.de Eine Initiative von Michael Kreuz zur Pflege & Erhalt von Peugeot Oldtimern der Vorkriegszeit. Eine umfangreiche Sammlung von Informationen, Veranstaltungen & more!

Anmelden im Clubbereich

Annoncen und Plakate von Peugeot-Motorrädern

Das erste "richtige" Motorrad stellte Peugeot im Jahr 1898 auf dem Salon in Paris vor; die Motorradproduktion lief dann ununterbrochen bis in die 1950er Jahre, dann beschränkte man sich auf die Produktion von Rollern, die heute noch unter der Bezeichnung Speedfight angeboten werden.

Wie zu den Automobilen zeigen wir hier Werbemedien - vorwiegend Zeitungsinserate, Plakate und Kataloge - von Peugeot-Motorrädern. Die ältesten in unserem Archiv stammen aus der Jahrhundertwende, mit Auslaufen der Vorkriegsproduktion Ende der 1940er Jahre endet auch unser Archiv. 

Interessant ist die Tatsache, dass Ende der 1920er / Anfang 1930er Jahre vermehr deutschsprachige Prospekte auftauchen. Das hat - im Gegensatz zur Autoproduktion - wohl weniger mit der Schweizer Markt zu tun als vielmehr mit dem in Stuttgart beheimateten Montagewerk (siehe hierzu auch den gesonderten Bericht) .  

Zur Systematik der ziemlich unübersichtlichen Typenbezeichnungen ab 1926 lesen Sie bitte den Bericht dazu

Schon in der Frühzeit der Motorradproduktion wird mit Motorsport geworben - hier im Jahr 1903

Und nochmals Werbung aus dem Jahr 1903


Diese Anzeige erschien 1906


Wohl Anfang/Mitte der 1920er erschien diese ganzseitige Werbung mit der Frau als Zielgruppe für den Motorradverkauf (oben), während die unten noch zu Zeiten von Lion-Peugeot (1916 wieder in den Konzern integriert) veröffentlicht wurde,  

1926 - Deutscher Katalog für den Typ 175 K (oben) und französische Annonce für das in Frankreich montierte Motorrad (unten)


1928 - der Einfluss des Bauhauses ist auf dieser französsichen Peugeotwerbung nicht zu übersehen

Ebenfalls 1928, aber deutlich weniger avantgardistisch - deutsche Werbung für die P 107, die unter dem Namen "Nürnberg" vermarktete wurde. Sie wurde als Siegerin der 144-Stunden-Fahrt auf dem Nürburgring im Jahr 1930 bezeichnet und hatte 12 PS. Für die Maschine wurden 1.180 Mark aufgerufen.

Die kleinste in Deutschland montierte Maschine war die – steuerfreie – P 110 A mit 200 ccm und ca. 5 PS. Sie führte auch den Beinamen „Deutschland“. In Frankreich lief sie als P 110 mit 220 ccm. Sie war angeblich das stärkste und schnellste seitlich gesteuerte Motorrad und wurde 1931 für M 895,-- incl. Lichtanlage angeboten. Deutsche Mitbewerber waren z.B. die UT RC 200 mit dem 5 PS JAP-Motor für 815 Mark oder die NSU 201 TS für 825 Mark.


Oben der Prospekt der Deutschen Peugeot Motoren GmbH, Stuttgart-Gaisburg


Hier eine österreichische Annonce aus dem Jahr 1930 - beworben werden die P108 und das Spitzenmodell, die P 105 -
und unten ein Plakat aus dem Jahr 1931


1934 - in Frankreich wird weiter mit Motorsporterfolgen (hier mit dem erst 21 jährigen Marcel Pahin) geworben, gleichzeitig aber auch für Fahrräder mit Hilfsmotor bzw. Mofas wie die P 40 mit nur 40 ccm.  


Werbung 1935 für das absolute Spitzenmodell, die P 515 mit 500 ccm und Vierganggetriebe, die eine Spotzengeschwindigkeit von 140 kmh erreichte

1949 - der Krieg ist vorbei, kleine Motorräder sind gefragt - P 54 mit 100, P 55 und 56 mit jeweils 125 und P 156 mit 150 ccm