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"Meine erste Löwenliebe…" …oder: "Können diese Augen lügen?“

von Manfred Luft (D)

Peugeot 202 UH 1948

…äähhh, wo ist meine Farbe?

Seit den frühen 70er Jahren betreibt meine Schwester einen deutschen „Löwenhandel“ mit „Pflegestation“, was mich wohl unbestritten schon im frühen Alter von 12-14 Jahren zu diesen Tierchen hinzog.

Bei den ersten Begegnungen, wohl noch einige Tage vor der sehnlichst erwarteten Benutzerlizenz, wurden heimlich 204er, 304er und 504er in „Safari-Rallye“ Manier über Felder, Wiesen und durch Steinbrüche gejagt, so mancher dabei auch erlegt.

Die Jahre danach führten mich, durch sämtliche Modellreihen von 04 bis 07. Auch das Herkunftsland wurde immer wieder für Wochen heimgesucht, aber ein Oldtimervirus war  weit und breit nicht in Sicht!

Während des Besuchs der legendären Versteigerung im Hause Peugeot im Juni 2009, und der damit verbundenen Nacht im Museum, begann ein bis dahin unbekanntes Gefühl von mir Besitz zu ergreifen. Es war wohl der Anblick des 202, mit seinem magisch-hypnotischen Blick, dem ich schon kurze Zeit später erliegen sollte!

"nimmm  michhh - duu brauuuchst michhh“ 

Plötzlich ging alles sehr schnell. Schon im July entdeckte ich in ebay „meinen“ 202. Dieser kleine grüne „Korbmacher-Geselle“ sollte es sein. Innerhalb 3 Tagen nahmen meine Frau und ich die Reise in Angriff.Im sonnigen Marseile angekommen, drehten wir eine erste Runde mit ihm, ein weiterer Blick in seine Kulleraugen, und die Katze war im Netz.

Bin ich nicht ein hübsches Ding?

Jahrelang diente er treu bei Rene Piguet , dem Korbmacher , Scherenschleifer und Möbelflechter von Ales! Doch nun hieß es für Ihn, nach 61 Jahren wohl das erste mal, seinem Heimatland den Rücken zu kehren,nicht jedoch, ohne vorher noch seiner Geburtsstätte einen Besuch abzustatten.


Hier komm ich her!
 

Im August gab es den „deutschen Straßensegen“, und nach den ersten 1000 Kilometern mit ein paar Weh-Wehchen, durfte er dann in den Winterschlaf.

Controle Technic de Allemagne

2010 führte er uns bei zahlreichen Fahrten über 3100 km weit, und das mit nur einer Reparatur. Dazu darf man anmerken, dass er beim Vorbesitzer lediglich eine typisch französische „Aufwertung“ erhielt. Äußerlich in neuem Lackkleid, tobt unter der Haube sowie im Untergrund der pure „Bon-etat“ et „tres original“ der vergangenen Jahrzehnte.

Das heißt: Bis auf sicherheitstechnische TÜV-relevante Korrekturen, hat er seinen „echt französischen Flair“ bis heute beibehalten dürfen.

Was er auch häufig ausnutzt, den vielen winkenden Damen am Straßenrand nach zu urteilen.


Erinnerung an vergangene Arbeitszeiten

Auch 2011 streifte ich mir oft (Körperhöhe 187cm, Umfang „geheim“ ) meinen liebgewordenen „Löbi“ über. Wir ließen die schöne Schwäbische Alb an uns vorbeiziehen, trieben uns an malerischen Ecken herum und genossen einfach den traumhaften Sommer.

Am Wasserloch

Alles war perfekt und unsere zweisame Oldtimer-Welt schien für uns ganz in Ordnung.

Könnte man meinen, oder……?

2 Löwen mit Mähne


Viele Löwengrüße

aus dem Pescho-Lasterle

Manfred Luft