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Umweltzonen in Frankreich- tagesaktuelle Infos

In Frankreich sind zum 01.07.2016 Umweltzonen und die Crit’Air Vignette eingeführt worden.

Ich persönlich würde eine einheitliche europäische Lösung bevorzugen - ansonsten werden Fahrer, die viel in verschiedenen Ländern unterwegs sind, in absehbarer Zeit nicht mehr aus der Frontscheibe schauen können (Deutsche Feinstaubplakette, französische Crit'Air-Plakette, "Pickerl" für Österreich und die Schweiz etc. ...) Es ist nur zu hoffen, dass nicht eine kreative Polizeibehörde dann auf die Idee kommt, Strafzettel wegen eingeschränkter Sicht zu verteilen ...  

Ganz generell handelt es sich m.E. bei den Fahrverboten in Feinstaubzonen sowohl in der BRD als auch in Frankreich oder sonst wo in Europa um ideologisch unterlegten Aktionismus.

Ich lebe in Stuttgart, wo bei der Meßstelle "Neckartor" seit Jahren angeblich die europaweit höchsten Feinstaubwerte ermittelt werden. Gutachten von Sachverständigenorganisationen wie der DEKRA haben ergeben, dass der dort gemessene Feinstaub zu maximal 30 % aus dem Strassenverkehr stammt. Davon etwa 2 % aus den Verbrennungsmotoren und hoch gerechnet 8 % aus direktem Abrieb von Reifen, Kupplung, Bremse etc. Die verkehrsbedingten weiteren 20 % sind Aufwirbelungen von vorhandenen Partikeln, die großteils aus der Industrie, Wohnungsheizungen sowie den in der Nähe liegenden Großbaustellen (z.B. "Stuttgart 21") stammen. Der mit 70 % weit überwiegende Anteil wird großflächig aus dem Umland eingetragen.

Trotzdem versucht die von "Grünen" dominierte Stadtverwaltung, das Problem durch Fahrverbote und die Bevorzugung von (keinswegs umweltfreundlichen) Elektrofahrzeugen in den Griff zu bekommen. Hintergrund ist wohl, dass man gegenüber übergeordneten Verwaltungseinheiten darstellen muß, etwas zu tun, ob nun sinnvoll oder nicht - und hier sind die Autofahrer diejenigen, die einerseits ideologisch ins Bild passen und andererseits so relativ wenig organisiert sind, dass man nicht mit wesentlichem Widerstand zu rechnen hat.      

So, nun wider zum eigentlichen Thema .... 


Die in Frankreich zum 01.07.2016 neue eingeführte Crit’Air Vignette soll in 6 Kategorien alte, Umwelt verschmutzende Fahrzeuge von den neuen und umweltfreundlichen Fahrzeugen unterscheiden. Das Ziel ist dabei, dass in absehbarer Zeit nach und nach die schlechteren Crit’Air Kategorien nicht mehr in die Umweltzonen einfahren dürfen.

Mit der Einführung der Crit’Air Vignette werden in Frankreich gleichzeitig sogenannte Umweltzonen mit eingeschränktem Verkehr "Zones à Circulation Restreinte /ZCR" aber auch Luftschutzzonen (wie z. B. in Grenoble) eingerichtet.  Nur die mit einer Crit’Air Vignette ausgestatteten Fahrzeuge dürfen in diese ZCR Zonen einfahren.

Tagesaktuelle News zu den einfahrberechtigten Crit'Air Vignetten erhalten Sie über den Link unten für die
Umweltzonen Paris, Lyon und Grenoble.

Die Umweltzone Paris gilt für die gesamte französische Hauptstadt, deren Stadtgebiet mit der Fläche innerhalb des Autobahnrings „Boulevard périphérique“ definiert wird. Keine ZCR-Zone ist der Bois de Boulogne und der Bois de Vincennes, die ansonsten beide dem Stadtgebiet zugerechnet werden.
Bereits seit Juli 2015 dürfen alte LKW und Busse und seit dem 01.07.2016 auch alte PKW nicht mehr in der Umweltzone Paris fahren.

Im Großraum Grenoble / Lyon ist die Lage etwas anders, da dort die zum 01.11.2016 / 12.12.2016 eingeführte Luftschutzzone etwas andere Regeln hat.


hier der Link zur deutschen Crit'Air-Homepage