Peugeot Oldtimer Club - www.vorkriegs-peugeot.de Eine Initiative von Michael Kreuz zur Pflege & Erhalt von Peugeot Oldtimern der Vorkriegszeit. Eine umfangreiche Sammlung von Informationen, Veranstaltungen & more!

Anmelden im Clubbereich

Pflege und Kauf von Oldtimerreifen

Oldtimer und andere klassische Fahrzeuge werden in der Regel überaus liebevoll gepflegt. Trotzdem bleibt es nicht aus, das man Verschleißteile ersetzen muß.

Häufig sind es zuerst die Reifen, welche nach mehrjähriger Nutzung ersetzt werden müssen. Insbesondere die Verhärtung und Versprödung der Gummimischung führt dazu, dass die Flanken und Profile rissig werden und keinen ausreichenden Grip mehr bieten. Doch die Auswahl klassischer Reifen – insbesondere für Vorkriegsfahrzeuge – ist heutzutage nicht besonders groß.

Online nach Oldie-Reifen suchen
Im Gegensatz zu den unzähligen Angeboten, die der Reifenmarkt für aktuelle Fahrzeugmodelle bereithält, bietet das Reifensegment für Classic Cars vergleichsweise wenige Produkte an – und dies zu recht hohen Preisen. Wer im Einzelhandel auf die Suche geht, hat wenig Chancen, einen passenden Reifensatz für sein Fahrzeug zu finden.

Trotzdem führen verschiedene Hersteller wie Michelin, Firestone, Vredestein, Avon oder BF Goodrich zahlreiche Diagonal-, Wulst- oder sogar Weißwandreifen im Sortiment. Auch die großen schmalen Reifenmodelle, welche sich für Speichenräder eignen, sind hier im Angebot.

Diese finden Oldtimer-Besitzer am besten übers Internet. So lassen sich Classic-Reifen wie der Vredestein Sprint Classic White Ring oder der Michelin X-Stop problemlos bei Online-Reifenhändlern bestellen oder über unabhängige Vergleichsportale ausfindig machen.

Manche Hersteller bieten auch aktuelle Reifenserien in einer Retro-Optik an. So enthält beispielsweise die Reifenpalette des französischen Premiumherstellers Michelin eine Weißwand-Ausführung der bekannten Modellreihe „Michelin Energy Saver". Während das Standard-Modell pro Reifen mit rund 80 bis 100 Euro zu Buche schlägt, zahlen Oldtimer-Besitzer für den Weißwand-Energy-Saver leicht über 200 Euro.

Reifenpflege bei Oldtimern
Die Neubeschaffung von Oldtimer-Bereifung ist sowohl mit einigem Suchaufwand als auch mit recht hohen Kosten verbunden. Daher gilt es, die Oldie-Reifen so schonend wie möglich zu behandeln, um ihnen eine maximale Lebensdauer zu verschaffen. Dies beginnt schon bei der Montage, die nur ein Fachmann durchführen sollte. So dürfen beispielsweise Wulstreifen nur von Hand aufgezogen werden, Diagonalreifen etwa lassen sich ausschließlich mit eingelegtem Schlauch verwenden.

Wichtigstes Kriterium bei der Nutzung der Reifen ist jedoch der richtige Luftdruck. Insbesondere ein zu geringer Druck führt zu erhöhter Walkarbeit – und schränkt damit sowohl die Haltbarkeit als auch die Kraftstoffeffizienz eines Reifens stark ein. Denn die meisten Reifen müssen letztlich nicht ausgetauscht werden, weil ihre Profile die Mindestprofiltiefe erreicht haben, sondern weil Karkasse, Flanken oder Laufflächen aufgrund des Alters oder einer unsachgemäßen Behandlung Schäden aufweisen.

Hierbei stellt nicht zuletzt der Winterschlaf, welchen die meisten der saisonal betriebenen Fahrzeuge witterungsbedingt halten, eine große Belastung für die Reifen dar. Daher gilt für das richtige „Einmotten" des Oldtimers: Der Luftdruck der Reifen sollte unbedingt auf mindestens 3 Bar erhöht werden, um Verformungen zu vermeiden. Noch besser ist es, das Fahrzeug aufzubocken. Zudem kann eine regelmäßige Behandlung mit speziellem Reifenpflegespray nicht schaden.