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Maut für Oldtimer

Vom Dachverband der Oldtimerclubs, DEUVET, bekommen wir folgende Info, die wir gerne veröffentlichen: 

"Die Ankündigung über die Einführung einer Infrastruktur-abgabe (PKW-Maut auf allen Strassen) ab 2016 sorgt bei den Oldtimerbesitzern für berechtigte Zweifel.

In den Medien wurde das Infopapier zur Pkw-Maut - jetzt Infrastrukturabgabe genannt - vorgestellt und mit nicht immer fachkundigen Beiträgen ergänzt. Zunächst einmal ist es z.Zt. nur ein Infopapier, auf dessen Grundlage die betroffenen Bundesministerien die entsprechenden Gesetzentwürfe nach der Sommerpause vorantreiben werden.

Über diese Entwürfe erhält auch der DEUVET Kenntnis und wird, sofern berechtigt, entsprechende Einwände erheben. Unabhängig davon prüft die EU das Vorhaben. Bereits jetzt liegen Klageandrohungen aus den Niederlanden und Österreich vor.

Da kein deutscher Fahrzeughalter von einer finanziellen Mehrbelastung gegenüber der bisherigen Kraftfahrzeugsteuer betroffen sein soll, ist ein aufwändiges Berechnungsverfahren entwickelt worden. Danach bedeutet das für das H-Kennzeichen:

Kfz-Steuer für Oldtimer bisher einheitlich 191,73 €

Infrastrukturabgabe Benzinfahrzeug 103,04 €
Kfz-Steuer neu 88,69 €

Infrastrukturabgabe Dieselfahrzeug 112,35 €
Kfz-Steuer neu 79,38 €

Hier ergibt sich also keine Mehrbelastung; fraglich ist noch, wie die Rechnung bei Fahrzeugen, die bisher weniger Steuern zahlen als die angedachte Infrastrukturabgabe beträgt, aussieht.

Besonders spannend wird das jedoch bei der roten 07-Sammlungs-Nummer, ebenso beim 06-Händlerkennzeichen und den Kurzzeitkennzeichen 03 und 04.

Da die Infrastrukturabgabe alle Straßen und nicht nur Autobahnen betrifft, dürfen logischerweise nur noch Fahrzeuge in Verkehr - das heist auf die Starsse - gebracht werden, für die die Infrastrukturabgabe entrichtet wurde. Also müsste der 07-Halter entsprechend seiner Fahrzeuganzahl Vignetten erhalten, der Händler einen ganzen Jahresblock und bei den Kurzzeitkennzeichen müßte eine befristete Vignette ausgegeben werden.

Komplizierter geht es nun wirklich nicht mehr. Da für jedes zugelassene Fahrzeug Kraftfahrzeugsteuer bezahlt wurde, können wir uns doch die Vignettenabgabe an die inländischen Fahrzeughalter ersparen, oder nicht?

Zu diesen Details findet sich in dem vierseitigem Infopapier des Ministeriums (hier zu lesen) kein Hinweis. Wurde darüber noch nicht nachgedacht?

Sie können sicher sein, der DEUVET wird am Thema dranbleiben und Sie zeitnah informieren.

Ihr Bundesverband DEUVET

Quelle: Deuvet