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Ladungssicherung beim PKW-Transport - was sagen die Gesetze dazu

Nachdem eines unserer Mitglieder auf der Autobahn von der Polizei angehalten wurde und 40,-- € Strafe wegen angeblich nicht vorschriftsmäßiger Verzurrung seines Peugeot 202 zahlen mußte, hat er sich dazu einmal sachkundig gemacht und uns den Schriftwechsel zur Veröffentlichung und Information überlassen.

Hier das Ergebnis; es ist sicherlich sinnvoll, wenn man das ausdruckt und im Handschuhfach liegen hat:

Massgeblich für die Ladungssicherung ist § 22 der Straßenverkehrsordnung (STVO), der folgendes besagt:

(1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

(2) Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein. Fahrzeuge, die für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, dürfen, wenn sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung nicht breiter als 3 m sein. Sind sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen, dürfen sie samt Ladung höher als 4 m sein. Kühlfahrzeuge dürfen nicht breiter als 2,6 m sein.

(3) Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5 m nicht nach vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50 cm über das ziehende Fahrzeug betragen.

(4) Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,5 m hinausragen, jedoch bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100 km bis zu 3 m; die außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung zurückgelegten Wegstrecken werden nicht berücksichtigt. Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf nicht länger als 20,75 m sein. Ragt das äußerste Ende der Ladung mehr als 1 m über die Rückstrahler des Fahrzeugs nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens

1. eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne,

2. ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder

3.einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm.

Diese Sicherungsmittel dürfen nicht höher als 1,5 m über der Fahrbahn angebracht werden. Wenn nötig (§ 17 Abs. 1), ist mindestens eine Leuchte mit rotem Licht an gleicher Stelle anzubringen, außerdem ein roter Rückstrahler nicht höher als 90 cm.

(5) Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußeren Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlußleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig (§ 17 Abs. 1), kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und höchstens 1,5 m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht. Einzelne Stangen oder Pfähle, waagerecht liegende Platten und andere schlecht erkennbare Gegenstände dürfen seitlich nicht hinausragen."

Darüber hinaus gibt es ergänzende Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherer sowie Vorschriften zur Ladungssicherung im Bereich von Gefahrguttransporten und des internationalen Transportrechts, die nach Auskunft des AVD jedoch ausschließlich für Unternehmen und Selbstständige im gewerblichen Gütertransport Gültigkeit haben.

Für private Transporte von PKW auf Anhängern oder Pritschenfahrzeugen ist also ausschließlich der Absatz 1 des § 22 STVO – oben fett und größer dargestellt - maßgeblich. Nachdem hier keine genauen Ausführungen zur Sicherung gemacht sind, reicht es aus, wenn das Auto so gesichert ist, daß es nicht vom Hänger fallen kann. Wie man das im Einzelfall bewerkstelligt, bleibt jedem selbst überlassen und liegt im Zweifelsfall nicht im Ermessen von kontrollierenden Beamten.

Eine Kopie des uns vorliegenden entsprechenden Schreibens der AvD-Rechtsabteilung kann gern per Mail zugesandt werden.